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DIE MASSNAHMEN
So können Sie den Tieren im Zirkus helfen:
Einleitung

 
Jeder kann dazu beitragen, das Leiden der Tiere in Zirkussen zu beenden.

Das hessische Kabinett hat eine Bundesratsinitiative für ein Verbot von Affen, Bären und Elefanten in Zirkussen gestartet.
Unter Berücksichtigung der vom Agrarausschuss eingereichten Empfehlungen, hat am 17. Oktober 2003 der Bundesrat mehrheitlich eine Entschließung zum Verbot der Haltung bestimmter wildlebender Tierarten im Zirkus und zur Einrichtung eines Zirkuszentralregisters gefasst. Nun ist es Aufgabe des Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, einen Verordnungsentwurf zu erarbeiten.

Leider liegen die eingereichten Empfehlungen immer noch unbearbeitet auf den Tischen unserer Poltikerinnen und Politiker.

Aktuelle Infos und wie Sie sich mit uns gemeinsam für die Erreichung unseres Ziels, Zirkus ohne Tiere, einsetzen können, erfahren Sie immer unter www.zirkus-ohne-tiere.de.

Aber auch darüber hinaus können Sie den Zirkustieren helfen!
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Das kann jeder Bürger und jede Bürgerin tun

Informieren Sie sich über die Situation der Tiere im Zirkus auf der internen Seite "INFOS" oder auf der Internetseite "MENSCHEN FÜR TIERRECHTE - HINTERGRUNDINFORMATIONEN".

• Besuchen Sie bitte keine Zirkusse mit Tierdressuren!
• Meiden Sie insbesondere Veranstaltungen, die Wildtiere vorführen.
• Besuchen Sie Zirkusse, in welchen Menschen Akrobatik und Künste zeigen (z. B. Circus 180 Grad, Flic-Flac, Cirque du soleil, Chinesischer Nationalzirkus).
• Informieren Sie Freunde und Bekannte darüber, wie Tiere in Zirkussen tatsächlich leben.
• Erklären Sie Ihren Kindern, dass Tiere eigenständige Lebewesen sind, die in Zirkussen nicht so leben können, wie es ihrer Art entspricht. Kinder verstehen sehr gut, dass Tiere nicht dazu da sind, um zur Belustigung der Menschen in der Manege vorgeführt zu werden.
• Setzen Sie sich dafür ein, dass Kindergärten und Schulen das Thema »Tiere im Zirkus« aufgreifen.
Kinder können beim Malwettbewerb »Zirkus macht Spaß - aber nicht allen« mitmachen. Bitte fordern Sie das Faltblatt an.
• Bitte melden Sie uns, sobald ein Zirkus in Ihre Gemeinde kommt, damit wir statistisch erfassen können, wo sich welche Zirkusse aufhalten. Bitte schicken Sie eine Nachricht an ag-zoo-zirkus@tierrechte.de, füllen Sie ein Formular aus oder wenden Sie sich per Telefon +49 (0) 241 157214 oder Fax +49 (0) 241 - 155642 an die Geschäftsstelle von "MENSCHEN FÜR TIERRECHTE".
• Schreiben Sie einen Leserbrief an die Zeitungen, die kritiklos über Tiervorführungen in Zirkussen berichten.
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Das können Sie in Ihrer Gemeinde oder in Ihrer Stadt tun

Sprechen Sie Mitglieder im Stadt- oder Gemeinderat auf das Thema »Gastieren von Zirkussen mit Tieren in der Kommune« an. Bürgersprechstunden können hierfür gut genutzt werden. Vermitteln Sie die aktuelle Problematik.
Fragen Sie, nach welchen Kriterien der Platz für Zirkusse vergeben wird; ob die Gemeinde die Eignung des Platzes daraufhin prüft, dass die mitgeführten Tiere entsprechend den gesetzlichen Anforderungen gehalten werden;
ob die Gemeinde den zuständigen Amtstierarzt informiert und ihn um Amtshilfe bittet (Kontrolle des Zirkusses).

Hierzu können Sie folgende Informationen abrufen:
Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen

Überzeugen Sie ein Mitglied des Stadt- oder Gemeinderates, auf der nächsten Sitzung eine Beschlussfassung zur Platzvergabe an Zirkusbetriebe zu beantragen.
Sehen Sie hierzu einen Vorschlag für eine Beschlussfassung und die Gutachterliche Stellungnahme (Auszug) zur Platzvergabe an Zirkusse mit Tierhaltungen.
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Das können Kommunalpolitiker tun

Häufig geben Zirkusse an, dass sie die Mindestanforderungen zur Haltung der Tiere nicht umsetzen können, weil der von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Platz dies nicht zulasse. Sofern die eingeschränkte Haltung den Tieren erhebliche Leiden zufügt, würde sich die Kommune einer strafbaren Mittäterschaft nach § 17 Nr. 2 Tierschutzgesetz
("§ 17: Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer 1. ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder 2. einem Wirbeltier a) aus Roheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder b) länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.") schuldig machen.

Fragt ein Zirkusbetrieb bei einer Kommune nach einem Standplatz an, ist die Kommune berechtigt, u. a. sich die Erlaubnis zum Halten der Tiere nach § 11 Tierschutzgesetz sowie das Tierbestandsbuch zeigen zu lassen. Beantragen Sie außerdem eine Beschlussfassung zur Platzvergabe an Zirkusbetriebe im Stadt- oder Gemeinderat.
Einen Entwurf für eine Beschlussfassung finden Sie hier.

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Das können Amtstierärzte tun

• Setzen Sie sich für die Einrichtung eines Zirkuszentralregisters zur Kontrolle der Tierhaltungen auf Bundesebene ein.

• Teilen Sie Ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus der Kontrolle der Zirkusbetriebe dem für Tierschutz zuständigen Minister oder der Ministerin Ihres Bundeslandes mit und informieren Sie ebenfalls Bundesministerin Renate Künast. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz sieht bisher leider zu wenig Veranlassung für ein Verbot zumindest von Wildtierarten in Zirkussen. Das Ministerium vertritt die Auffassung, dass die vorhandenen Rechtsvorschriften ausreichend seien. Missstände gäbe es, weil die Behörden die Rechtsvorschriften nicht vollziehen und durchsetzen würden.

• Informieren Sie die Kommunalverwaltung und den zuständigen Amtstierarzt des nächsten Gastspielortes über das Ergebnis Ihrer Kontrolle der Tierhaltung.

• Setzen Sie sich bei Beschlagnahme und Einzug von Tieren für eine konsequente Umsetzung der Anordnungen ein.

• Kontaktieren Sie Tierrechts- und Tierschutzverbände, um eine Unterbringung für eingezogene Tiere zu finden.
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Datenbank Zirkus - Ihre Mithilfe ist gefragt!

Wie viele Zirkusunternehmen mit wie vielen und welchen Tieren in Deutschland unterwegs sind, wird derzeit nirgendwo registriert. Daher ist der Bundesverband an der Einrichtung einer europaweiten Datenbank beteiligt, wo solche Informationen erfasst werden sollen. Die gesammelten Angaben sind sowohl für die Vorbereitung konkreter Aktionen vor Ort und die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit hilfreich als auch, um Missständen bei der Tierhaltung abzuhelfen.

Um Informationen und Daten über die Zirkusse zu bekommen, brauchen wir Ihre Mithilfe. Wenn ein Zirkus in Ihren Wohnort kommt, füllen Sie bitte den Meldebogen aus, den Sie hier herunterladen können, und schicken oder faxen Sie ihn an uns (alle notwendigen Angaben dazu finden Sie auf dem Meldebogen).
Um die nötigen Informationen zu erhalten, reicht es aus, die Tierschau - welche die meisten Zirkusse anbieten - zu besuchen.

Bitte unterstützen Sie uns dabei, diese Datenbank auf dem aktuellsten Stand zu halten.
Der Text dieser Seite ist - mit vielem Dank an die VerfasserInnen - der Internetseite "www.menschen-fuer-tierrechte.de" entliehen.
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte verfolgt langfristig das Ziel, ein Verbot der Tierdressuren und Tierhaltungen in Zirkussen zu erwirken. Wildtiere gehören in ihren natürlichen Lebensraum. Nur dort können sie so leben, wie es ihrer Art entspricht. Es gibt aus ethischer Sicht keine Rechtfertigung, sie zu Zwecken des Gelderwerbs gefangen zu halten, zu dressieren und zum Freizeitvergnügen der Menschen in der Manege vorzuführen. Nachdem der Tierschutz seit August 2002 Verfassungsrang genießt, müssen die Interessen der Tiere bei Gericht ebenso Berücksichtigung finden, wie der Rechtsanspruch des Dompteurs oder Tierlehrers auf Ausübung seines Berufes.

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